Kathrin Christoph
Bildausschnitt Bildausschnitt2
Datenschutz
Startseite Aktuelles Vita Ausstellungen Kontakt Impressum
CAUSA
CONTALUMINUS
PRENDERE FORMA
YESTERDAYTODAYTOMORROW
Intarsien
Kurse und Workshops
Über Kunst schreiben
 
 
 

holzART - Intarsien

 

"Freie Intarsienarbeiten"

 

Kathrin und Hellfried Christoph

 
 
Ausschneiden und Einfügen sind Charakteristikum der Intarsientechnik. Ausschneiden – etwas hergeben und Einfügen – etwas bekommen, ist das Grundanliegen der Serie Ausschnitte und Einschnitte. Anhand der Vielfalt der Holzarten, die in einem Bild vereint werden, lassen sich vielfältigste Gedanken assoziieren – zum Schluss ergibt sich ein fugendichtes, mannigfaltiges Sinngebilde unserer Zeit.
 
Zur Anzeige des gesamten Bildes klicken Sie bitte auf die jeweilige Detailansichten. Mit Klick auf das gesamte Bild können Sie sich noch einmal eine Vergrößerung in einem separaten Fenster ansehen.

"Augenblick" "Ich bin bei Euch" aus "12 Monate"
"In Bewegung I und II" "Leben I" "Leben II"
"Wege I, II, III" "Horizonte I, II, III" "Mut I"
"Ich nehm mir Zeit ..." "Hab Mut ..." "Der Wechsel"
"Konfirmationsspruch", 2006 "Konfirmationsspruch" 2007 "Anfang"
"Blicke" "Lebensraum" "Visionen"
 
Ein Wort zur Technik...

Die Technik des Intarsienschneidens ist über 3000 Jahre alt und stammt ursprünglich aus dem Orient. Der Begriff Intarsia (abgeleitet von arab. Tarsi = Verbinden) bedeutet, dass Furniere oder andere Materialien wie Elfenbein, Schildpatt, Perlmutt, Metalle usw. in massives Holz eingelegt werden. Faszinierend sind die Einlegearbeiten der Renaissancezeit, wo zum Schmucke der Möbel nach diesem Prinzip gearbeitet wurde.

Eine Arbeitsweise, die in heutiger Zeit eher von der Marketerie ersetzt wird. Die Marketerie ist eine Form der Intarsietechnik. Die Furniere werden dabei nicht in Massivholz eingelegt sondern in ein Grundfurnier eingearbeitet und nach Beendigung des Einschneidens des Motivs mit einer Trägerplatte verpresst. Die Furniere haben eine Dicke von 0,6 – 1,0 mm. Die hier gezeigten Intarsienarbeiten sind nach dem Prinzip der Marketerie entstanden.

Der Begriff Marketerie hat sich nicht durchgesetzt. Im heutigen Sprachgebrauch werden in der Regel die Bezeichnungen Intarsienarbeit oder Einlegearbeit verwendet.

Die Entwürfe werden spiegelbildlich auf das Grundfurnier übertragen. Die Bearbeitungsseite wird nach dem Aufpressen die Rückseite, die durch das Aufpressen für immer verschwindet. Die Rückseite während des Einschneidens wird die spätere Vorderseite, da durch die natürlichen Schräghaltung der Hand der Dichtheitsgrad auf dieser Seite noch größer ist. Ziel ist, wieder eine exakt fugendichte Geschlossenheit der Oberfläche zu erreichen, obwohl eine Vielzahl verschiedenster Furnierarten zusammengefügt wurde.

Das eigentliche Schneiden erfolgt in Messertechnik. Das ist eine Art, die äußerst unikate Ergebnisse zulässt. Nach dem Ausschneiden des ersten Teils des Motivs bildet sich eine Art „Fenster“. Unter das „Fenster“ legt man das Einlagefurnier und wie mit einer Art „Sucher“ kann dieses nach Feinheiten, Strukturen und Faserrichtungen untersucht und ausgenutzt werden. Hat man sich entschieden, wird am Fenster entlang der Schnitt mit dem Skalpell in des Einlagefurnier vollzogen. Passgenau wird ausgeschnitten und in das „Fenster“ eingelegt (das „Fenster“ wieder geschlossen) und mit Nassklebeband auf der Rückseite befestigt. Dieser Ablauf wiederholt sich, bis das letzte Teil des Motivs eingearbeitet ist: Ausschneiden – Einfügen – Befestigen.

Danach erfolgt das Verpressen des Furnier-Motivs mit der Trägerplatte (das kann z. B. sein: Mdf-Platte, Tischlerplatte, Spanplatte). Auch die Unterseite der Platte wird mit Furnier (dem so genannten Deckfurnier) beklebt, um ein Verziehen der Platte zu verhindern. Nach dem Verpressen mit der elektr. Heißpresse wird das Nassklebeband abgeweicht und die Arbeit auf Maß gesägt. Die Kanten werden mit Furnierstreifen beklebt und geschliffen, wie auch im Anschluss die gesamte Oberfläche und Rückseite mit der Bandschleifmaschine. Mehrere Arbeitsgänge mit Wässern, Trocknen, Handschleifen mit immer feiner werdendem Schleifpapier schließen sich an und lassen eine exakte Oberfläche entstehen. Abschließendes Ölen, Wachsen oder Lackieren gibt dem Furnier eine wohltuende Sättigung und angenehmen Glanz. Je nach Motiv und Anliegen wird die Arbeit mit Passepartout, Rahmen, Glasuntergründen oder anderen Gestaltungsmitteln komplettiert.

K. Christoph

 
 
 
 
 
Startseite | Aktuelles | Vita | Ausstellungen | Kontakt | Impressum | Datenschutz | LinksCAUSA | CONTALUMINUSPRENDERE FORMA |
YESTERDAYTODAYTOMORROW | Intarsien | Kurse und Workshops | Über Kunst schreiben